Die Stadtwerke Hof starten den nächsten wichtigen Bauabschnitt ihrer bisher größten Einzelinvestition: Ab Montag, dem 18. August, beginnen die Arbeiten an der Kreuzung in Richtung Sigmundsgraben. Ziel ist der langfristige Ausbau der Fernwärmeversorgung als Grundlage für eine nachhaltige und zuverlässige Wärmeversorgung künftiger Generationen. Die Gesamtinvestition von rund drei Millionen Euro sichert die Zukunftsfähigkeit der Hofer Energieinfrastruktur.
„Mit diesem Bauabschnitt sichern wir die Wärmeversorgung in der Innenstadt – sowohl für öffentliche Gebäude wie das Rathaus, als auch für Unternehmen und Privathaushalte. Es geht nicht um eine sofortige Anbindung, sondern um die Schaffung einer leistungsfähigen Infrastruktur, die den wachsenden Anforderungen der nächsten Jahrzehnte gerecht wird“, erklärt Jean Petrahn, Geschäftsführer der Stadtwerke Hof.
Bauabschnitt Lessingstraße – Dauer rund 4 Wochen
In den vergangenen Monaten wurde die Fernwärmeleitung vom Stadtwerke-Gelände entlang des Unterkotzauer Wegs verlegt. Nun wird die Leitung über die Lessingstraße weiter in den Sigmundsgraben geführt. Die Arbeiten dauern rund vier Wochen; währenddessen ist die Lessingstraße stadteinwärts nur einspurig befahrbar. Die Abbiegemöglichkeiten von der Lessingstraße – sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts in Richtung Schützenweg (Scherdelsberg) – bleiben jedoch erhalten. Nach Abschluss der Kreuzungsarbeiten werden die Verkehrsbeschränkungen in der Lessingstraße aufgehoben. Die Sperrung des Sigmundsgrabens bleibt jedoch weiterhin bestehen.
Vollsperrung Sigmundsgraben
Um die Arbeiten im Kreuzungsbereich sicher und effizient ausführen zu können, muss der Sigmundsgraben ab dem 18. August vollständig für den Durchgangsverkehr gesperrt werden – ausgenommen sind Fußgänger, Radfahrer und Einsatzfahrzeuge. Die Sperrung wird voraussichtlich bis Ende November andauern. Gleichzeitig erfolgen Arbeiten an der Straßenbeleuchtung, Modernisierungsarbeiten am Stromnetz sowie Abrissmaßnahmen schadstoffbelasteter Gebäude der Hospitalstiftung im Bereich Sigmundsgraben 8–12.
Warum jetzt?
„Angesichts der Verkehrssituation in Hof und der bevorstehenden Sanierungen weiterer Brückenbauwerke ist es zwingend notwendig, den Sigmundsgraben jetzt mit einer Fernwärmeleitung zu belegen. Sollte im kommenden Jahr die Friedrich-Ebert-Brücke voll gesperrt werden, würde der Verkehr in Hof vollständig zusammenbrechen – sowohl für Einsatzfahrzeuge als auch für Linienbusse und den Individualverkehr“, verdeutlicht Geschäftsführer Jean Petrahn.
Daher wird der Zeitpunkt der Sommerferien genutzt, um den besonders verkehrsintensiven Teilabschnitt über die Kreuzung zügig abzuschließen. Im Anschluss arbeitet sich das Fernwärme-Team der Firma Gerhard Tretter GmbH & Co. KG Stück für Stück entlang des Sigmundsgrabens voran. Der Einbau der Fernwärmeleitung erfolgt durch zwei stark isolierte Rohre, die einen Kreislauf aus Zu- und Rücklaufleitung bilden. Dieser Prozess ist besonders aufwendig und erfordert eine Verlegung in größerer Tiefe. Die enge Straßenführung im Sigmundsgraben, zusätzliche alte Rohr- und Netzsysteme im Untergrund sowie in die Straße hineinragende Kellerabschnitte stellen weitere Herausforderungen dar.
Die Abstimmung mit den Abrissarbeiten der Hospitalstiftung Hof ermöglicht technische Synergien und eine effiziente Durchführung, dennoch sind Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner sowie den Verkehr unvermeidbar.
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