Umweltfreundliche Wärme für Hof
Neues Blockheizkraftwerk am Theater
Das Thema Energiewende ist in aller Munde. Der Strom soll nicht mehr in Großkraftwerken, sondern regional vor Ort erzeugt werden. Mit diesem Thema beschäftigt sich die Stadtwerke-Tochter HEW HofEnergie+Wasser GmbH bereits seit über 20 Jahren. Im Jahr 1989 ging das erste Blockheizkraftwerk im HofBad ans Netz. In den darauf folgenden Jahren kamen weitere Anlagen hinzu. Mittlerweile werden im Versorgungsgebiet der HEW etwa 70 Mio. kWh Strom in moderner effizienter KWK-Technik produziert. Das ist der Stromverbrauch von rund 25.000 Haushalten.
Mittlerweile sind die BHKW-Module der 1. Generation in die Jahre gekommen. Der Wartungsaufwand wird größer. Die Technik ist weiterentwickelt worden und noch bessere Wirkungsgrade der Energienutzung sind heute erreichbar. Die Hofer Stadtwerke setzen weiterhin auf die umweltfreundliche Kraftwärmekopplung. Von 2009 bis heute wurden in Hof vier Anlagen mit insgesamt sieben BHKW-Modulen auf den neusten Stand der Energieeffizienz gebracht. Das klingt einfacher als es ist. Ein Austausch der BHKW-Module in einer in Betrieb befindlichen Anlage ist vergleichbar mit einer Operation am offenen Herzen. Denn die Wärmeversorgung der Kunden muss immer reibungslos und störungsfrei gewährleistet sein. Dazu müssen die finanziellen Mittel für die Beschaffung der Technik bereitgestellt werden. Modernisierte Anlagen in Hof sind die BHKWs im HofBad, auf dem Gelände der Stadtwerke, die Anlage Luisenburg und nun auch das BHKW Kulmbacher Straße.
Für jeden Anlagenumbau wurden detaillierte Zeitpläne erstellt, in denen bereits bei der Planung zum Beispiel der Termin der Inbetriebnahme und andere Eckdaten festgelegt wurden. Auch bei der Anlage in der Kulmbacher Straße wurde der geplante Termin gehalten. Durch die Beauftragung regionaler Firmen und deren Engagement und Flexibilität konnten alle Termine exakt eingehalten werden. Insgesamt wurden in das BHKW-Projekt knapp 2 Millionen Euro investiert. Die elektrische Leistung der ausgetauschten Module beträgt ca. 3.500 kW, die thermische Leistung etwa 4.500 kW.
Den Anlagenbau übernahm die Firma Steger aus Feilitzsch. Die Steuerungstechnik lieferte Müller Anlagentechnik, Oberkotzau, Firma Bär aus Rehau erstellte die Isolierung. Hebearbeiten wurden durch die Firma Mohr aus Hof durchgeführt. Die BHKW-Module selbst lieferte Firma GE Jenbacher, Frankenthal.















